Übung der besonderen Art

Am Mittwoch den 21.09.2022 war im Rahmen der Feuerwehraktionswoche eine Gesamtübung der Feuerwehr Wilhelmsdorf angesetzt. Das Übungsthema war diesmal ein besonderes, was dazu führte das die Feuerwehr im Zug nach Neustadt/Aisch startete.

Der Weg führte zum Flugplatz nach Neustadt/Aisch um dort unsere Übung durchzuführen.
Durch unseren Kameraden Florian Graf und Maximilian Graf von der Flugsport Gruppe Neustadt/Aisch wurde die beeindruckende Übung vorbereitet.

Beim Eintreffen am Flugplatz wurden wir bereits erwartet und starteten mit einem Gruppenfoto.

Im Anschluss wurden wir in die dortige Gaststätte geführt und konnten einen sehr guten und kurzweiligen Unterricht erfahren.
Es wurde damit begonnen, die unterschiedlichen Flugzeugklassen und deren Kennzeichen vorzustellen, um diese schon auf den ersten Blick erkennen zu können.
Während dieser Vorstellung wurde der Schwerpunkt auf die Feuerwehrthemen gelegt und wie im Notfall, den wir bisher noch nicht hatten und hoffentlich auch nie haben werden, vorgegangen werden kann.

Vom Segelflieger, über Ultraleichtflugzeuge bis hin zum Helikopter wurden alle Klassen genau besprochen, aufgezeigt welche Sicherheitseinrichtungen an den Fluggeräten vorhanden sind und wie im Notfall damit umzugehen ist.
Auch wurde erklärt nach welchen Kategorien Flugplätze wie Nürnberg, Herzogenaurach oder Neustadt/Aisch eingeteilt sind und welche Unterschiede hier bestehen.
Nach der theoretischen Einweisung und Erklärung ging es auf dem Flugplatzgelände an den praktischen Teil.

 

Der Flugplatz in Neustadt hat alle Flugzeugklassen der Sportfliegerei zu bieten und so konnten auf dem folgenden Rundgang über das Flugplatzgelände verschiedenste Fluggeräte besichtigt werden.
Ein Hauptaugenmerk lag hierbei auf dem in Ultraleichtflugzeugen verbauten sog. Gesamtrettungssystem. Dieses ist in allen Flugzeugen mit dem Kennzeichenbeginn D-M… vorhanden und besteht aus einer ballistischen Rakete, welche im Notfall durch den Piloten abgeschossen werden kann. Diese zieht einen Rundkappenfallschirm hinter sich her, welcher das Flugzeug stark abgebremst und so dafür sorgt, dass es im Regelfall beim Aufprall zwar zu Prellungen, jedoch zu keinen schweren Verletzungen kommt.

 

Vor Ort besprachen wir die verschiedenen Einbaumöglichkeiten der Rakete, die daraus resultierenden Gefahrenbereiche, sowie Möglichkeiten zur Sicherung gegen unbeabsichtigtes Auslösen.
Wir möchten hier die Gelegenheit nutzen und uns für die beeindruckende Führung und die Einweisung in die Flugzeugklassen und deren Eigenheiten zu bedanken.
Vielen Dank an die Flugsport Gruppe Neustadt/Aisch das wir zu Besuch sein durften.

Festumzug nach 2 Jahren Pause

Nach mehr als 2 Jahren Pause war es soweit und wir konnten endlich wieder einen Festumzug im Landkreis Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim besuchen.

Die Freiwillige Feuerwehr Baudenbach hat zum 127 jährigen Jubiläum eingeladen.

Wie wir alle, musste auch die FFW Baudenbach 2 Jahre warten bis sie ihr Jubiläum feiern konnte. Somit wurden wir zum 127 jährigen Jubiläum eingeladen und wir konnten mit einer stolzen Mannschaft an dem Festumzug teilnehmen.

Als Unterstützung konnte zu den Aktiven auch die Jugend- und Kinderfeuerwehr und somit der Nachwuchs an die Festlichkeiten herangeführt werden.

Natürlich durfte auch unsere Historische Pumpe nicht fehlen und wurde für den Festumzug aus dem wieder aus der Garage geholt.

Leistungsabzeichen

Viel los war in den letzten Wochen im Feuerwehrhaus bzw. im Wendehammer in der Edisonstraße.

Was war der Grund dafür?
Nach vielen Monaten, in denen nur ein eingeschränkter Übungsbetrieb möglich war, entschieden wir uns, mit einem Leistungsabzeichen in das neue Jahr zu starten. Hierfür fanden ab Ende März 2022 zahlreiche Übungen statt. Gefordert wurde der schnelle und fehlerfreie Löschangriff bei dem angenommenen Brand eines Zimmers- bzw. Nebengebäudes, der Aufbau einer Saugleitung zu Wasserentnahme aus offenen Gewässern, sowie Konten und Stiche.

Am Freitag, 29.04. und Dienstag 03.05.2022 war es dann soweit und insgesamt vier Gruppen legten  erfolgreich ihre Prüfungen ab. Hierbei wurden drei Gruppen aus Mitgliedern der Feuerwehr Wilhelmsdorf gebildet, sowie eine gemeinsame Gruppe Ebersbach-Oberalbach / Wilhelmsdorf.

Im Anschluss an die Prüfung zum Leistungsabzeichen, welche aus Platzgründen in der Edisonstraße durchgeführt wurde, fanden im Feuerwehrhaus weitere theoretische und praktische Prüfungen statt. Hierbei nutzten insgesamt 12 Kameraden die Gelegenheit zum Abschluss der sog. Modularen Truppausbildung (MTA). Neben dem Leistungsabzeichen sind hierfür praktische Aufgaben aus dem Bereich technische Hilfeleistung und theoretische Fragen zu beantworten.

Dank der umfangreichen Vorbereitung wurden alle Aufgaben erfolgreich abgearbeitet, sodass zum Abschluss Kreisbrandinspektor Dieter Popp insgesamt 36 Kameradinnen und Kameraden zum erfolgreichen Leistungsabzeichen und 12 Kameraden zum Erreichen der Truppführerqualifikation gratulieren konnte.

Bürgermeister Rüdiger Probst, der selbst Teil einer Löschgruppe war, begrüßte die große Zahl an Teilnehmern am Leistungsabzeichen, beglückwünschte sie zur bestandenen Prüfung und dankte dem Schiedsrichtergespann für ihr Engagement.

Neben Kreisbrandinspektor Dieter Popp, nahmen als Schiedsrichter bzw. Zeitnehmer auch die Kreisbrandmeister Hartmut Lichteneber, Florian Sacher und Karl-Heinz Köberer die Prüfungen ab. Hierfür gilt unserer herzlicher Dank.


v.l.n.r.: Manuel Barth, Maximilian Kaiser, Nick Schneider, Johannes Kreß, Maximilian Maurer, Max Wohlleb, Tobias Gurt, Tim Hildel, Bastian Probst

Gruppe Ebersbach-Oberalbach / Wilhelmsdorf:


v.l.n.r.: Thomas Lindner, Alexander Hager, Rüdiger Probst, Klaus Schönleben, Christian Gras, Matthias Kreß, Stefan Haßler, Bernd Gras, Klaus Bergler


v.l.n.r.: KBI Dieter Popp, KBM Florian Sacher, Patrick Winkelhöfer, KBM Köberer, Jörg Wohlleb, Nico Anselstetter, Jan Egermeier, Lucas Hubmann, Hannes Wohlleb, Finn Meyer, David Uhlig, Felix Rupsch


v.l.n.r.: KBM Florian Sacher, KBM Karl-Heinz Köberer, KBI Dieter Popp, Jochen Egermeier, Alexander Furche, Katrin Schönleben (teilweise verdeckt), Dieter Bergler, Florian Graf, Markus Stenglein, Udo Martin, Robin Aschenbach, Sascha Blaufelder

Die MTA Abschlussprüfung haben bestanden:
Manuel Barth, Sascha Blaufelder, Florian Graf, Christian Gras, Tim Hildel, Maximilian Kaiser, Johannes Kreß, Matthias Kreß, Maximilian Maurer, Nick Schneider, Klaus Schönleben, Max Wohlleb

Eine Ära geht zu Ende

Eine Abordnung der Feuerwehr Wilhelmsdorf/Mfr. vertreten durch den 1. Bürgermeister Rüdiger Probst, Kommandant Patrick Winkelhöfer und Vorstand Klaus Schönleben konnte bei unserer Patenfeuerwehr in Wilhelmsdorf/Baden-Württemberg der Verabschiedung des Gesamtkommandanten der Feuerwehr Wilhelmsdorf/Württ. nach 15 Jahren beiwohnen.

Mit bewegenden und ergreifenden Momenten konnte unsere Abordnung die Verabschiedung und die Einführung des Nachfolgers begleiten.
Der ausführliche Bericht aus Wilhelmsdorf/Württ. und die Bilder unserer Abordnung mit dem scheidenden Gesamtkommandanten folgen hier:

Wolfgang Diesing als Feuerwehr-Kommandant verabschiedet

Andreas Oettl neuer Chef der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf – Roland Mecking zum Stellvertreter gewählt

Von Herbert Guth

WILHELMSDORF - Nach 15 Jahren an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf ging die Ära des Kommandanten Wolfgang Diesing zu Ende. Er verabschiedete sich bei einer von Emotionen geprägten Versammlung aus seinem Amt, will der Feuerwehr aber bei den künftigen Aufgaben weiterhin zur Seite stehen. Neuer Gesamtkommandant wurde Andreas Oettl, bisher Stellvertreter von Diesing. Ihm zur Seite steht künftig Roland Mecking.

Immer wieder überwältigt von seinen Gefühlen warf Wolfgang Diesing bei der Versammlung am Samstagabend in der Riedhalle im Beisein von fast 90 seiner Feuerwehrkameraden sowie zahlreicher Gäste einen Blick zurück auf die vergangenen 15 Jahre seiner Tätigkeit an der Spitze der Wilhelmsdorfer Feuerwehr. Lang war die Liste der Ereignisse, die sich bei ihm ganz persönlich, aber auch bei seiner Wehr einprägten. Als herausragend nannte er unter vielen anderen Punkten die bisher in dieser Form im Kreis Ravensburg wohl einmalige Großübung bei einem simulierten Omnibusunfall im Herbst 2019. Die damaligen Erkenntnisse konnten praktisch beim Unfall eines Schulbusses im Winter dieses Jahres angewandt werden, bei dem es mehrere verletzte Schüler zu beklagen gab.

 Verständliche Tränen flossen, als Diesing sich an einen Einsatz auf den Tag genau sieben Jahre vor seiner Abschiedsfeier erinnerte. Damals musste er mit einer lebensgefährlichen  Kohlenmonoxidvergiftung mit dem Hubschrauber in die Universitätsklinik nach Tübingen geflogen werden. Nachdem die Ärzte sein Leben retten konnten, war er wochenlang außer Gefecht. Sein Erlebnis prägte sich bei allen seinen Feuerwehrkameraden im Landkreis tief ein, wie Kreisbrandmeister Oliver Suhrbeck in seinem Gruß- und Abschiedswort hervorhob.

Bürgermeisterin Sandra Flucht, kraft Amtes die Nummer 1 der Feuerwehr in ihrer Gemeinde, hob hervor, wie wichtig unter Leitung von Wolfgang Diesing seinerzeit die Erarbeitung eines Feuerwehrbedarfsplanes war. Dieser wurde jetzt mit externer Hilfe auf den neuesten Stand gebracht. Ihren ersten gemeinsamen Einsatz nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin hatten beide am 30. Juni 2016. Was sie damals erlebte zog sich bis zum heutigen Tage durch. „Ich ziehe den Hut vor Ihrer Leistung und Ihrem Engagement, das Sie nicht zur in der Zeit als Kommandant sondern auch in Ihrer früheren Feuerwehrkarriere seit 37 Jahren unter Beweis stellten.“ In Stichworten ging die Bürgermeisterin kurz auf Meilensteine in der Kommandantur des scheidenden Feuerwehrchefs ein. Dazu gehörten die Themen Frauen in der Feuerwehr, der Bau der Atemschutz-Werkstatt, die Beschaffung der Drehleiter und die Ertüchtigung der Feuerwehrhäuser in den Ortschaften. Doch der größte Meilenstein sei für sie das historische Datum 17. Oktober 2017 gewesen. Damals wurde die mutige Zukunftsentscheidung herbeigeführt, die Freiwillige Feuerwehr an einem Standort zusammenzuführen, aus vier Abteilungen ein großes Ganzes zu schaffen und die Pläne für ein neues, modernes Feuerwehrhaus neben dem Bauhof anzugehen. Die Aufstellung eines Bebauungsplans für dieses Gebiet läuft, ebenso ein Flurbereinigungsverfahren. Außerdem sei der für eine Verlagerung der Feuerwehrzentrale notwendige Neubau der Kreisstraße auf einem guten Weg. Flucht zum Schluss ihrer Ausführungen: „Herr Diesing hat in den 15 Jahren als Kommandant enorm viel bewegt. Dafür sind wir ihm alle zu großem Dank, Respekt und Anerkennung verpflichtet.“ Mit den Worten „Wilhelmsdorf 2 meldet sich im Landkreis ab“ schloss Wolfgang Diesing unter lang anhaltendem Applaus das Kapitel als Kommandant der Wilhelmsdorfer Wehr.

Grüße überbrachten Vertreter der Wilhelmsdorfer Feuerwehr in Mittelfranken. Diese versicherten, die Freundschaft nach Oberschwaben auch weiterhin zu pflegen.

Zum Nachfolger Diesings wählten die Feuerwehrleute mit 74 Ja-Stimmen den bisherigen Stellvertreter Andreas Oettl zum neuen Gesamtkommandanten der Wilhelmsdorfer Feuerwehr. Stimmberechtigt waren 86 Feuerwehrkameraden. Die Wehr zählt insgesamt 101 Mitglieder. Stellvertreter Oettls wurde Roland Mecking, der 72 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Oettl zum Votum: „Das ist ein gutes Ergebnis. Ich kann dieses verantwortungsvolle Amt mit breitem Rücken annehmen.“ An diesem Abend sei eine tolle Basis für die künftige Arbeit geschaffen worden.

   

Fotos: Herbert Guth
In einer von Emotionen geprägten Versammlung verabschiedete sich unter dem anhaltenden Beifall seiner Kameraden der Wilhelmsdorfer Feuerwehrkommandant Wolfgang Diesing.
Dank und Anerkennung sprach ihm Bürgermeisterin Sandra Flucht aus.

 

Letzter Einsatz

27.07.2022 um 09:10 Uhr
Brandmeldeanlage
Bergstraße
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