Eine Ära geht zu Ende

Eine Abordnung der Feuerwehr Wilhelmsdorf/Mfr. vertreten durch den 1. Bürgermeister Rüdiger Probst, Kommandant Patrick Winkelhöfer und Vorstand Klaus Schönleben konnte bei unserer Patenfeuerwehr in Wilhelmsdorf/Baden-Württemberg der Verabschiedung des Gesamtkommandanten der Feuerwehr Wilhelmsdorf/Württ. nach 15 Jahren beiwohnen.

Mit bewegenden und ergreifenden Momenten konnte unsere Abordnung die Verabschiedung und die Einführung des Nachfolgers begleiten.
Der ausführliche Bericht aus Wilhelmsdorf/Württ. und die Bilder unserer Abordnung mit dem scheidenden Gesamtkommandanten folgen hier:

Wolfgang Diesing als Feuerwehr-Kommandant verabschiedet

Andreas Oettl neuer Chef der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf – Roland Mecking zum Stellvertreter gewählt

Von Herbert Guth

WILHELMSDORF - Nach 15 Jahren an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf ging die Ära des Kommandanten Wolfgang Diesing zu Ende. Er verabschiedete sich bei einer von Emotionen geprägten Versammlung aus seinem Amt, will der Feuerwehr aber bei den künftigen Aufgaben weiterhin zur Seite stehen. Neuer Gesamtkommandant wurde Andreas Oettl, bisher Stellvertreter von Diesing. Ihm zur Seite steht künftig Roland Mecking.

Immer wieder überwältigt von seinen Gefühlen warf Wolfgang Diesing bei der Versammlung am Samstagabend in der Riedhalle im Beisein von fast 90 seiner Feuerwehrkameraden sowie zahlreicher Gäste einen Blick zurück auf die vergangenen 15 Jahre seiner Tätigkeit an der Spitze der Wilhelmsdorfer Feuerwehr. Lang war die Liste der Ereignisse, die sich bei ihm ganz persönlich, aber auch bei seiner Wehr einprägten. Als herausragend nannte er unter vielen anderen Punkten die bisher in dieser Form im Kreis Ravensburg wohl einmalige Großübung bei einem simulierten Omnibusunfall im Herbst 2019. Die damaligen Erkenntnisse konnten praktisch beim Unfall eines Schulbusses im Winter dieses Jahres angewandt werden, bei dem es mehrere verletzte Schüler zu beklagen gab.

 Verständliche Tränen flossen, als Diesing sich an einen Einsatz auf den Tag genau sieben Jahre vor seiner Abschiedsfeier erinnerte. Damals musste er mit einer lebensgefährlichen  Kohlenmonoxidvergiftung mit dem Hubschrauber in die Universitätsklinik nach Tübingen geflogen werden. Nachdem die Ärzte sein Leben retten konnten, war er wochenlang außer Gefecht. Sein Erlebnis prägte sich bei allen seinen Feuerwehrkameraden im Landkreis tief ein, wie Kreisbrandmeister Oliver Suhrbeck in seinem Gruß- und Abschiedswort hervorhob.

Bürgermeisterin Sandra Flucht, kraft Amtes die Nummer 1 der Feuerwehr in ihrer Gemeinde, hob hervor, wie wichtig unter Leitung von Wolfgang Diesing seinerzeit die Erarbeitung eines Feuerwehrbedarfsplanes war. Dieser wurde jetzt mit externer Hilfe auf den neuesten Stand gebracht. Ihren ersten gemeinsamen Einsatz nach ihrer Wahl zur Bürgermeisterin hatten beide am 30. Juni 2016. Was sie damals erlebte zog sich bis zum heutigen Tage durch. „Ich ziehe den Hut vor Ihrer Leistung und Ihrem Engagement, das Sie nicht zur in der Zeit als Kommandant sondern auch in Ihrer früheren Feuerwehrkarriere seit 37 Jahren unter Beweis stellten.“ In Stichworten ging die Bürgermeisterin kurz auf Meilensteine in der Kommandantur des scheidenden Feuerwehrchefs ein. Dazu gehörten die Themen Frauen in der Feuerwehr, der Bau der Atemschutz-Werkstatt, die Beschaffung der Drehleiter und die Ertüchtigung der Feuerwehrhäuser in den Ortschaften. Doch der größte Meilenstein sei für sie das historische Datum 17. Oktober 2017 gewesen. Damals wurde die mutige Zukunftsentscheidung herbeigeführt, die Freiwillige Feuerwehr an einem Standort zusammenzuführen, aus vier Abteilungen ein großes Ganzes zu schaffen und die Pläne für ein neues, modernes Feuerwehrhaus neben dem Bauhof anzugehen. Die Aufstellung eines Bebauungsplans für dieses Gebiet läuft, ebenso ein Flurbereinigungsverfahren. Außerdem sei der für eine Verlagerung der Feuerwehrzentrale notwendige Neubau der Kreisstraße auf einem guten Weg. Flucht zum Schluss ihrer Ausführungen: „Herr Diesing hat in den 15 Jahren als Kommandant enorm viel bewegt. Dafür sind wir ihm alle zu großem Dank, Respekt und Anerkennung verpflichtet.“ Mit den Worten „Wilhelmsdorf 2 meldet sich im Landkreis ab“ schloss Wolfgang Diesing unter lang anhaltendem Applaus das Kapitel als Kommandant der Wilhelmsdorfer Wehr.

Grüße überbrachten Vertreter der Wilhelmsdorfer Feuerwehr in Mittelfranken. Diese versicherten, die Freundschaft nach Oberschwaben auch weiterhin zu pflegen.

Zum Nachfolger Diesings wählten die Feuerwehrleute mit 74 Ja-Stimmen den bisherigen Stellvertreter Andreas Oettl zum neuen Gesamtkommandanten der Wilhelmsdorfer Feuerwehr. Stimmberechtigt waren 86 Feuerwehrkameraden. Die Wehr zählt insgesamt 101 Mitglieder. Stellvertreter Oettls wurde Roland Mecking, der 72 Stimmen auf sich vereinigen konnte. Oettl zum Votum: „Das ist ein gutes Ergebnis. Ich kann dieses verantwortungsvolle Amt mit breitem Rücken annehmen.“ An diesem Abend sei eine tolle Basis für die künftige Arbeit geschaffen worden.

   

Fotos: Herbert Guth
In einer von Emotionen geprägten Versammlung verabschiedete sich unter dem anhaltenden Beifall seiner Kameraden der Wilhelmsdorfer Feuerwehrkommandant Wolfgang Diesing.
Dank und Anerkennung sprach ihm Bürgermeisterin Sandra Flucht aus.

 

Letzter Einsatz

08.06.2022 um 10:02 Uhr
VU - Person eingeklemmt
ST2244
zum Bericht

Neues der Kinderfeuerwehr

Aktuelle Berichte

Nächste Termine

14 Jul 2022
18:30 Uhr - 20:00 Uhr
Jugendübung
15 Jul 2022
Kreisjugendfeuerwehrtag
15 Jul 2022
Kreisjugendfeuerwehrtag
15 Jul 2022
Kreisjugendfeuerwehrtag
28 Jul 2022
18:30 Uhr - 20:00 Uhr
Jugendübung