Archiv 2013

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Julia Simon

Geschrieben von Winkelhöfer Patrick.

Unsere Feuerwehrfrau Julia Simon trat 2004 in die Jugendfeuerwehr in Wilhelmsdorf ein. 2009 wurde sie dann in die aktive Wehr übernommen. Nachdem es sie zum Studium der Kulturwirtschaft nach Passau gezogen hatte, trat sie im Juni 2011 auch dort in die Feuerwehr ein. Als im Juni 2013 die große Flut über Passau herein brach, war sie mit der Freiwilligen Feuerwehr ab Samstag, 01.Juni 2013 fast zwei Wochen und über 80 Stunden im Einsatz. Es wurden Sandsäcke gestapelt, Keller abgedichtet und ausgepumpt und nach der Flut die Straßen wieder gereinigt. Nebenbei mussten während des Hochwassers noch zahlreiche (reguläre) Einsätze abgearbeitet werden.

Übrigens: Die meisten Hochwasserschäden wurden in Passau nicht durch die Donau, sondern durch die Ilz und vor allem den Inn verursacht.

Als sich Bundeskanzlerin Angela Merkel am 04. Juni 2013 in Passau ein Bild von der Lage machte, traf sie dort auch auf die Ehrenamtlichen der Feuerwehr, die gerade mit Aufräumarbeiten beschäftigt waren und schüttelte u.a. Julia Simon die Hand und dankte für das Engagement.

 

Adrian Burger

Adrian Burger war von 2006 bis 2009 in der Jugendfeuerwehr in Wilhelmsdorf. Im September 2009 wanderte er mit seiner Familie nach Paraguay aus. Dort wohnt er in Caacupe´, ca. 54 km östlich der Hauptstadt Asuncion und unterstützt die dortige Feuerwehr. Außerdem hält er noch immer regelmäßig Kontakt zur Feuerwehr in Wilhelmsdorf.

                                

                                                           

 

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Berufsfeuerwehrtag 2013

Geschrieben von Winkelhöfer Patrick.

Am Samstag, den 14.09.2013 08:00 Uhr begann für die Jugendfeuerwehr der diesjährige Berufsfeuerwehrtag. Die Jugendfeuerwehr ‚spielt‘ an so einer Veranstaltung eine 24-Stunden Schicht einer Berufsfeuerwehr nach. Das Ziel eines solchen Tages ist es, den Jugendlichen während mehrer Schulungen neues Feuerwehrwissen zu vermitteln und ihnen zum anderen während mehrerer Übungseinsätze die Möglichkeit zu geben ihr Können zu zeigen.

Nach Schichtbeginn wurde erst einmal Quartier bezogen, dann ging es sofort mit Knoten & Stiche zur Auffrischung des Grundlagenwissens weiter. Die anschließende Frühstückspause wurde jäh durch den ersten Einsatz des Tages unterbrochen. Eine Person wurde bei Holzarbeiten unter einem Baumstamm eingeklemmt und musste durch die Jugendfeuerwehr gerettet werden. So wurde der Baumstamm mit Hilfe des Rettungs-Spreizers angehoben, so dass die eingeklemmten Gliedmaßen befreit waren. Daraufhin wurde die Person vorsichtig hervorgezogen und anschließend dem Rettungsdienst übergeben.

Als nächstes Stand ein ganz neues Thema auf dem Programm: Der Digitalfunk.

Nachdem in Wilhelmsdorf am 04.09.2013 die ersten Digitalfunkgeräte in Betrieb genommen werden konnten, bestand die Möglichkeit diese auch direkt in den Berufsfeuerwehrtag mit einzubinden. So wurden die Jugendlichen zunächst in die Bedienung der Funkgeräte und die neuen Funk- und Einsatzrichtlinien eingewiesen, anschließend fand eine Funkübung statt.

Ab diesem Zeitpunkt wurden alle Einsätze mit Digitalfunk im ‚DMO‘ abgearbeitet und somit das Kanalumschalten, welches für einen Atemschutzeinsätze nötig wird, geübt.

Kurz vor dem Mittagessen, sorgte ein weiterer Einsatz für Aufregung. In der Bergstraße war ein Haustier auf das Dach eines Hauses geraten und konnte dieses nicht mehr eigenständig verlassen. Nach kurzer Zeit hatten die Jugendlichen die Steckleiter aufgebaut und das (Kuschel-)Tier gerettet.

Um nach dem Mittagessen wieder in Schwung zu kommen, stand Dienstsport auf dem Programm.

Dieser wurde allerdings bereits vorzeitig beendet. In der Ortsmitte auf Höhe Bonnet-Haus war eine Mülltonne in Brand geraten. Schnell konnte dieser mit dem Schnellangriff gelöscht werden und die Fahrzeuge wieder zum Feuerwehrhaus zurückkehren.

Daraufhin hatten die Jugendlichen Erste-Hilfe-Unterricht. Das erlernte Wissen, mussten die Jugendlichen auch direkt nutzen. Nachdem die Feuerwehr zunächst zu einem BMA Alarm ins Industriegebiet gerufen wurde und dieser Einsatz sich als Fehlalarm herausgestellt hatte, erreichte die Einsatzkräfte die Meldung über einen Verkehrsunfall auf der Kreuzung Blumenstraße-Wiesenstraße. Hier war ein Fahrradfahrer mit einem Traktor kollidiert und hierbei erheblich verletzt worden, sodass die Jugendlichen ihn reanimieren mussten. Dabei kam auch der Feuerwehreigene AED-Defibrillator zum Einsatz.

Anschließend gab es zu nächste eine Kaffeepause und daraufhin eine Schulung zum Thema Atemschutz. Diese wurde allerdings gegen 17 Uhr schlagartig durch einen weiteren Einsatz unterbrochen. Neben einem Feldweg in der Nähe des Eichenweges waren 2 Fässer mit Kraftstoff in Brand geraten. Dieser Brand wurde zum einen mit der neuen Mittelschaum-Pistole am Schnellanriff unter Kontrolle gebracht. Außerdem kamen mehrere  ABC-Feuerlöscher und eine CO2-Löscher  zum Einsatz. Hier konnten die Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen der verschiedenen Löschmittel praktisch getestet werden. Nachdem der Brand gelöscht war, konnten die zahlreich anwesenden Kinder des angrenzenden Neubaugebietes einmal mit dem Schnellangriff spritzen. Des Weiteren nahm an dieser Einsatzübung auch eine Polizeistreife teil, die aufgrund der Rauchentwicklung nach dem Rechten sehen wollten.

Als Dank für die zahlreichen Helfer während des Berufsfeuerwehrtages, fand daraufhin das traditionelle Helferessen statt.

Nach ein paar Stunden gemütlichem Beisammensein, wurde die Ruhe durch einen weiteren Einsatz unterbrochen. Mit der Einsatzmeldung „Brennender Holzstoß in der Beethovenstraße“ rückte die Feuerwehr mit allen Fahrzeugen aus und machte sich auf dem Weg zur Einsatzstelle. Auf der Anfahrt wurden alle durch die Ansage am Funk: „Funkstille für Alarmierung“ von der Leitstelle aufgeschreckt. Was von der Feuerwehr-Führung sofort vermutet wurde, bestätigte sich kurz darauf als in Elgersdorf-Gunzendorf und in Wilhelmsdorf die Sirenen heulten und die Meldeempfänger auslösten. Eine Person hatte Rauch und Feuerschein gesehen und dies der Leitstelle mitgeteilt. Doch durch die Beschreibung des Einsatzortes konnte der Leistellendisponent den bei der Leitstelle angemeldeten Übungseinsatz nicht mit der Feuer-Meldung in Verbindung bringen und musste Alarm auslösen. Jedoch konnte durch die  Ortkenntnis der einheimischen Wehrleute beides eindeutig einander zugeordnet werden. Zur Sicherheit überprüften unser KBM Funk und die Führung unserer Feuerwehr die Umgebung nochmals weiträumig um einen weiteren Brand sicher auszuschließen.

In der Zwischenzeit  erfolgte am „Einsatzort“ durch die beiden Löschfahrzeuge die Brandbekämpfung. Hierzu wurden von der Jugendfeuerwehr zwei Löschangriffe parallel aufgebaut, je einer mit 3 C-Rohren pro Löschfahrzeug. Durch die dadurch mögliche Wasserabgabemenge von 600 Litern pro Minute war der Brand innerhalb kürzester Zeit gelöscht, lediglich die Nachlöscharbeiten zogen sich noch eine Weile hin.

Nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft kehrte wieder Ruhe ein und man saß in gemütlicher Runde beisammen. Ab 0:00 Uhr herrschte dann Bettruhe.

Gegen 1:00 Uhr wurde diese Ruhe allerdings wieder unterbrochen. In einem Waldstück bei Ebersbach wurde eine Person vermisst, sodass diese von der Feuerwehr gesucht werden musste. U.a. mit Hilfe der Wärmebildkamera konnte die Person nach ca. 10 Minuten Suche wohlbehalten aber verwirrt aufgefunden werden.

Um sich ein wenig zu erholen, wurde daraufhin von den Planern eine längere Einsatzfreie Zeit eingeplant. Erst gegen 06:45 Uhr riss ein erneuter Alarmeingang mit der Meldung „Brand Reisighaufen im Industriegebiet“  wieder alle aus dem Schlaf. Dieser konnte zügig mit dem Schnellangriff gelöscht werden.

Anschließend waren noch umfangreiche Aufräumarbeiten nötig, bevor der Berufsfeuerwehrtag 2013 mit einem gemeinsamen Frühstück endete.

 weitere Bilder zum Berufsfeuerwehrtag sind in der Bildergalerie

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Abnahme Bay. Jugendleistungsabzeichen

Geschrieben von Stenglein Markus.

Am Freitag, 17. Mai 2013 traten 16 Jugendliche der Freiwilligen Feuerwehr Wilhelmsdorf zum bayrischen Jugendleistungsabzeichen bzw. zur Jugendflamme Stufe 1 an.
Die Wochen davor stellten für die Jugendwarte und deren Helfern eine große Herausforderung dar, da es sich als sehr schwierig erwies diese große Anzahl an Feuerwehranwärtern gleichzeitig für die Abnahme zu schulen.
Nacheinander wurden die einzelnen Disziplinen von den 3 Schiedsrichtern (Kreisbrandinspektor Dieter Popp, KBM Jürgen Lechner und Frauenbeauftragte Renate Keck) abgenommen.
Zur gleichen Zeit führte die Jennifer Nagel als Vertretung für den Kreisjugendwart die Abnahme der Jugendflamme durch.
Nachdem nach dem praktischen Teil auch noch ein theoretischer Test absolviert wurde, konnten die Jugendlichen nach kurzer Pause zur Verkündigung der Ergebnisse und Verleihung der Abzeichen antreten.
KBI Popp verkündete den Prüflingen die ebenso wie ihre Jugendwarte angespannt waren das Ergebnis er Abnahme. Alle Teilnehmer hatten die Prüfungen erfolgreich bestanden. Der Kommandant bedankte sich im Anschluss bei den Prüfern die hier doch einige Stunden für die Abnahme benötigten sowie bei den Jugendwarten und ihren Helfern für die zahllosen Stunden der Vorbereitung. Auch der Gemeinde und Bürgermeister Friedrich dankte er für die Unterstützung und lud alle Anwesenden zu frisch Gegrilltem und kühlen Getränken ein.  (weitere Bilder unter 'Bilder')





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Jugendfeuerwehr zu Besuch bei der Flughafenfeuerwehr Nürnberg

Geschrieben von Stenglein Markus.

Am Sonntag, 22.04.2012 besuchte die Jugendfeuerwehr Wilhelmsdorf die Feuerwehr des Nürnberger Flughafens.
Nachdem die Jugendgruppe in Begleitung einiger Betreuer den Flughafen erreichte, mussten Alle erst einmal die Sicherheitsschleuse passieren. Da Uniform getragen wurde, mussten sogar die Sicherheitsschuhe ausgezogen werden um die Schleuse passieren zu können.
Auf der Feuerwache angekommen wurde vom Schichtleiter allgemeines zum Flughafen und zum personellen Aufbau der Flughafenfeuerwehr erklärt. Danach wurde geschildert welche Ausrüstung die Feuerwehr mindestens zur Verfügung haben muss, damit am Flughafen Nürnberg der Flugbetrieb genehmigt wird.
Die Einsatzzentrale der Einsatzkräfte vor Ort wurde als nächstes besichtigt. Hier wurden den Jugendlichen die verschiedenen alarmierenden Systeme(Brandmeldeanlagen) und der Aufbau der Zentrale erklärt.
Auf dem Weg in die Fahrzeughalle konnten sich die Jugendlichen auch die Rutschschächte ansehen. In der Fahrzeughalle angekommen, wurden die einzelnen Fahrzeuge und deren Ausstattung erklärt. Absolut beeindruckend war für alle Teilnehmer die Besichtigung der Flughafenlöschfahrzeuge. Zudem konnte auch die Arbeitsweise eines solchen bei einer Vorführung bestaunt werden. Zum Schluss der Führung gab es, fast wie auf Bestellung, noch einen Notfalleinsatz.
Alle Feuerwehrangehörigen die an diesem Besuch teilnahmen, verließen beeindruckt und zufrieden die Kameraden des Flughafens und möchten sich bei diesen auch für die interessanten Ausführungen bedanken.
 
Bericht und Bilder: R. Probst