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Gemeinschaftsübung mit Elgersdorf/Gunzendorf und Ebersbach/Oberalbach

Geschrieben von Winkelhöfer Patrick.

„Brand Wohngebäude mit angrenzender Scheune, eine Person vermisst.“ So lautete das Übungsszenario für die insgesamt zweite Gemeinschaftsübung der Freiwilligen Feuerwehren Wilhelmsdorf, Ebersbach/Oberalbach und Elgersdorf/Gunzendorf. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, wurde hierzu das Wohnhaus mittels künstlichen Nebels komplett verraucht. 


Die zuerst eintreffende Feuerwehr aus Elgersdorf/Gunzendorf begann umgehend mit einem massiven Löschangriff um so ein Übergreifen auf in der Nähe befindliche landwirtschaftliche Gebäude zu verhindern. Hierfür wurden zwei C- und ein B-Rohr eingesetzt. (rund 1.200 l/min.)


Das anschließend eintreffende Löschgruppenfahrzeug aus Wilhelmsdorf wurde mit der Personenrettung beauftragt. Dazu ging der bereits auf der Anfahrt voll ausgerüstete Angriffstrupp unter schwerem Atemschutz in das Gebäude vor. Da es ihm mit Hilfe der Wärmebildkamera, trotz nahezu keiner Sicht, möglich war, sich im Wohnhaus zu orientieren, konnte bereits nach wenigen Minuten die vermisste Person (Dummy) gefunden und gerettet werden. Um weitere Gefahren für alle beteiligten Personen zu minimieren, wurden außerdem mehrere Gasflaschen aus dem Gebäude gebracht. Frei werdende Trupps begannen anschließend auch hier mit einem Löschangriff von außen.



Da bei solchen, oder ähnlichen Lagen (z.B. Brand landwirtschaftliches Anwesen) das Hydranten Netz meist recht schnell an seine Grenzen stößt, wurden die Feuerwehr Ebersbach und das Wilhelmsdorfer Sonderlöschfahrzeug mit einer Wasserentnahme aus der nahen Aurach beauftragt. Da diese auf Grund der Regenfälle der letzten Tage ausreichend Wasser führte, war dies auch ohne Anstauen problemlos möglich. Anschließend wurde auch hier ein massiver Außenangriff begonnen. 


Um alle Übungsteilnehmer vor dem derzeit starken Verkehrsaufkommen in Gunzendorf zu schützen (Ausweichverkehr B8), richteten Kräfte aus Wilhelmsdorf und Elgersdorf eine Verkehrsabsicherung ein und leiteten den Verkehr einspurig am Übungsgeschehen vorbei.


Nachdem alle Personen gerettet und das „Feuer aus“ war, fand eine kurze Nachbesprechung statt. In dieser konnte festgehalten werden, dass dank der guten Zusammenarbeit innerhalb kürzester Zeit ein massiver Löschangriff aufgebaut werden konnte. Die max. beförderten 2.300 Liter Löschwasser hätten mit Sicherheit sehr rasch eine große Löschwirkung erzielt. Auch konnte das Gunzendorfer Hydrantennetz beeindrucken, welches trotz der der Entnahme einer großen Menge Löschwasser noch ausreichend Reserven bereit hielt. Desweitern bewährte sich einmal wieder der Digitalfunk, mit welchem erfreulicherweise mittlerweile auch die Feuerwehr Elgersdorf ausgestattet ist. Nicht zuletzt war zu erkennen, dass sich die Zusammenarbeit im Vergleich zur ersten Übung noch einmal deutlich verbessert hatte. Unser großer Dank gilt der Fam. Nöhring, für die zur Verfügungsstellung des Übungsgebäudes. 

Nach Abschluss aller Aufräumarbeiten, ging es zu einer gemeinsamen Brotzeit ins Wilhelmsdorfer Feuerwehrhaus. 

Da sich wieder einmal der große Nutzen einer Gemeinschaftsübung gezeigt hatte, wird die Feuerwehr Wilhelmsdorf auch weiterhin mehrfach jährlich ähnliche Übungen durchführen. Als nächstes steht für die Feuerwehren aus Wilhelmsdorf und Ebersbach/Oberalbach eine Übung mit der Feuerwehr Oberreichenbach (Landkreis ERH) auf dem Programm.